Schauspieler

Catherine Deneuve

Catherine Deneuve


Einschätzung des Publikums : 4 etoiles(10 Stimmen)
Erhältliche Fassungen : description de

Ihre erste Rolle hatte Catherine Deneuve, damals noch mit dem Namen Catherine Dorléac, als 13-Jährige, in Les collégiennes, im Jahr 1957. 1960 spielte sie mit ihrer Schwester Françoise Dorléac in Les portes claquent (Die kleinen Sünderinnen). Ihr Durchbruch kam 1964 mit Les Parapluies de Cherbourg (Die Regenschirme von Cherbourg), in dem Jacques Demy Regie führte. Ihr nächster Erfolg war Roman Polańskis Repulsion (Ekel), in dem sie eine schizophrene, sexuell unterdrückte junge Frau spielt, die im Wahn zur Mörderin wird. 1967 spielte sie wieder in einem Film von Demy die Hauptrolle, in Les Demoiselles de Rochefort (Die jungen Mädchen von Rochefort) an der Seite ihrer Schwester Françoise Dorléac und Danielle Darrieux, mit der sie 35 Jahre später in 8 femmes (8 Frauen) zu sehen ist. In Belle de Jour – Schöne des Tages spielt sie 1967 wieder eine sexuell unterdrückte junge Frau. Regie führte Luis Buñuel. Der Film wurde ein internationaler Erfolg und gilt als eines von Buñuels Meisterwerken.

1969 spielte Deneuve an der Seite von Jean-Paul Belmondo in La Sirène du Mississippi (Das Geheimnis der falschen Braut). Regie in dem international erfolgreichen Film führte François Truffaut. Deneuve spielt hier eine Heiratsschwindlerin. (2001 wurde der Stoff mit Angelina Jolie und Antonio Banderas unter dem Titel Original Sin neu verfilmt.) Le dernier métro (Die letzte Metro) war 1980 der nächste international erfolgreiche Truffaut-Film, in dem Catherine Deneuve zu sehen war. Ihr Filmpartner war diesmal Gérard Depardieu. 1970 ist Deneuve in dem ebenfalls von Kritikern und Publikum gelobten Buñuel-Film Tristana zu sehen. In den späten 1970er Jahren sollte Deneuve im letzten, unvollendeten Filmprojekt von Alfred Hitchcock, The Short Night, mitwirken.

An der Seite von Susan Sarandon und David Bowie spielte sie 1983 in The Hunger (Begierde) die bisexuelle Vampirin Miriam Blaylock. Die Bettszenen zwischen Deneuve und Sarandon sind legendär. Die beiden Schauspielerinnen wurden durch den Film bis heute nach eigenem Bekunden enge Freundinnen. 1992 wurde sie für ihre Rolle der Kautschuk-Plantagenbesitzerin Elaine in Indochine für den Oscar nominiert. Régis Wargnier führte Regie und schrieb ihr mit anderen Drehbuchautoren die Rolle der Elaine auf den Leib. Zusammen mit Björk spielte sie 2000 in dem Lars-von-Trier-Meisterwerk Dancer in the Dark eine Fabrikarbeiterin. Nach eigenen Angaben bat sie von Trier per Brief um eine Rolle in einem seiner Filme, nachdem sie Breaking the Waves nachhaltig beeindruckt hatte. Der nächste große Erfolg war 8 femmes (8 Frauen), in dem Regisseur François Ozon viele der namhaftesten französischen Schauspielerinnen zusammenbrachte.

Bis heute spielte Catherine Deneuve in über 100 Spielfilmen mit, davon mehr als 90 Kinofilme. Fast immer war sie dabei in einer der Hauptrollen zu sehen. 1988 war sie auch Produzentin des Films Drôle d'endroit pour une rencontre, in dem sie zusammen mit Gérard Depardieu die Hauptrolle hatte. Aus den letzten Jahren stammen Princesse Marie von Benoît Jacquot (über Marie Bonaparte), Rois et raine sowie André Téchinés Les Temps qui changent, eine Balzac-Verfilmung, in der u. a. Depardieu mitspielt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Deneuve
http://fr.wikipedia.org/wiki/Catherine_Deneuve

kreiert: 06.11.2009 | geschrieb.: 06.11.2009 | modif.: 00.00.0000


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