Dernières nouvelles

  • Euer mobiles Internet in Frankreich
    (01.01.70 01:00) Forum : Guten Abend,Wie geht ihr in Frankreich online?Ich nutze Vodafone x dafür....
  • Raymond Lévesque mit 92 Jahren an covid gestorben
    (01.01.70 01:00) Forum : Er war ein Dramaturg , Liedermacher und Schauspieler aus Quebec .Sein berühmteste Lied ist eine wunderschöne Hymne an den Frieden ; es heißt :" Quand les hommes vivront d'amour :"Hier von den "dreiGrossen " gesungen ( drei Generationen von Sängern : Felix Leclerc , Gilles Vignault und Robert Charlebois ) gesungen :[/bhttps://www.youtube.com/watch?v=cZfDRQ_kKOw[b]Von " les Enfoirés " ( 2OO3 ) gesungen :https://www.youtube.com/watch?v=ctfKQC578Rk Von Renaud , Robert Charlebois und David Mc Neil gesungen :https://www.youtube.com/watch?v=CYelst6GkcIEs gibt auch eine deutsche Version vom Lied ( hier von Eddie Constantine gesungen :https://www.youtube.com/watch?v=2hgvv_bU3jA...
  • Re: Tonton David am 16.02.2021 gestorben
    (01.01.70 01:00) Forum : "Je marche seul" ist von Goldman Tonton Davids Lied heißt "il marche seul". In Frankreich war er auch wegen des Lieds "chacun sa route" aus dem sehr erfolgreichen Film "un indien dans la ville" bekannt. Seitdem, also mitte der 1990er, hatten wir nicht mehr wirklich von ihm gehört. Als ich 2007 nach Österreich umgezogen bin, stand Tonton David neben Céline Dion als Beispiel für Jugendmusik in einem Französisch-Lehrbuch... Für einen jungen Franzosen wie mich klang das sehr anachronistisch... 10 Jahre Verspätung ...
  • Diskriminierungsplattform 12.02.2021
    (01.01.70 01:00) Forum : Seit 12. Februar 2021 gibt es nun in Frankreich eine Plattform gegen Diskriminierungen, die staatlich finanziert wird. Unabhängige juristische Fachkräfte sollen telefonisch oder per Internet(App) Opfern von Diskriminierungen eine intensive Beratung anbieten. Als mögliche Formen von Diskriminierung werden u. a. aufgelistet: Benachteiligung von Behinderten und die Diskriminierung wegen Geschlecht, Nationalität, Wohnort und Herkunft - im Arbeitsleben, auf dem Wohnungsmarkt und im Umgang mit der Polizei. Angestrebt wird nicht nur eine Beratung, sondern auch eine umfassende Betreuung der Diskriminierten. Damit soll laut Präsident Macron Chancengleichheit gewährleistet werden. Schon jetzt ist diese Plattform laut „Le Monde” vom 12.02.2021 mit 18 Juristen besetzt. Damit ist die Plattform eine Alternative zu sozialen Netzwerken und anderen öffentlichkeits-wirksamen Internetaktivitäten wie „Me too” ( bzw. „Balance ton porc” ), die diese Probleme in Form eines modernen Prangers ebenfalls aufgreifen, ohne dabei immer die nötigen juristischen und moralischen Grenzen zu beachten. Es bleibt zu hoffen, dass die staatlich finanzierte Plattform gegen Diskriminierungen nicht bald überfordert ist und den Opfern tatsächlich rasche und effektive Hilfe bringt ,ihre Persönlichkeitsrechte wahrt und sich nicht als kritikwürdiges politisches Manöver der Regierung erweist....
  • Où faire pipi à Paris ?
    (01.01.70 01:00) Forum : Viele Lokale sind wegen der Pandemie geschlossen ; Kneipen , Restaurants usw...Also , wohin gehen , wenn man ein kleines ( oder ein großes ) Bedürfnis hat ? Ein kleines aber sehr nützliches Büchlein von Cécile Briand gibt uns die Antwort .https://www.youtube.com/watch?v=oowlqwz0ZHM...
  • Rien ne t'efface Kriminalroman von Michel Bussi 2021
    (01.01.70 01:00) Forum : Dieser 2021 erschienene Kriminalroman des Erfolgsautors Michel Bussi ist ein sehr interessanter Roman, der mit immer wieder überraschenden Wendepunkten eine enorme Spannung erzeugt, die bis zu den Schlusskapiteln anhält. Der oft in die Irre geführte Leser wird dennoch nicht ent-täuscht und immer wieder dazu angeregt, über die angesprochenen Themen nachzudenken und eigene Lösungsvorschläge bezüglich der rätselhaften Geschichte der alleinerziehenden Ärztin Maddi zu entwickeln. Themen wie Familienstrukturen, Emanzipation der Frauen, freie Lebensgemeinschaften (unions libres) zwischen Männern und Frauen, die Situation alleinerziehender Mütter und besonders die Entwicklung der Beziehungen zwischen Müt-tern und ihren Kindern, aber auch die Welt der Psychiater und die psychologische Entwicklung von Kindern sowie die religiöse Frage der Reinkar-nation überlagern bzw. prägen den behandelten Kriminalfall, in dessen Zentrum die Ärztin Maddi steht, die den Verlust ihres 10-jährigen Adop-tivsohns Esteban nicht verkraftet und 10 Jahre nach dieser Katastrophe fälschlicherweise glaubt, in dem 9-jährigen Tom ihren Sohn Esteban in einer Form der Reinkarnation wieder gefunden zu haben. Maddi tut alles, um sich dem nur schlecht betreuten Sohn des Skilehrers Jonas und seiner von ihm oft alleingelassenen Partnerin, der sozialen Außenseiterin und Bäuerin Amandine, zu nähern und gerät dabei in den Verdacht, Tom zu entführen bzw. ihm zu schaden. Der schrullige Gemeindeangestellte Nectaire, der sich als Hobbydetektiv betätigt, und die Sozialarbeiterin Savine, deren Drogenvergangenheit lange Zeit an ihrem neuen Wohnort in der Auvergne unbekannt ist, versuchen, nur z. T. mit Hilfe der örtlichen Polizei, 2 Mordfälle zu klären, die in der rätselhaften Existenz der Ärztin Maddi eine mögliche Erklärung finden könnten. Tom und Gabriel, der uneheliche Sohn Maddis, die lange Zeit dem Wahnsinn nahe scheint, geraten schließlich in eine lebensgefährliche Situation, die aber zur Aufklärung des Falls führt, wobei Wayan, der Psychiater Maddi,s eine besondere Rolle spielt. Alles findet am Ende eine natürliche Erklärung. Dass Gabriel und Tom gute Freunde werden, die gemeinsame Hobbys pflegen, ist ein beruhigender Schlusspunkt dieses Kriminalromans. Insgesamt gesehen ist dieser Roman ein sehr lesenswerter Kriminalroman, der auch Lebensbedingungen und Mentalität der Auvergne anschaulich erfasst, auch wenn der Aspekt der Reinkarnation vielleicht etwas überbewertet wird....
  • Minimuseum von Labastide-en-Val
    (01.01.70 01:00) Forum : Die Gemeinde Labastide-en-Val ( 91 Einwohner ) im département Aude ( Region : Occitanie ) nicht weit von Carcassonne hat jetzt ihr eigenes Museum...in einer alten öffentlichen Toilette , das einzige in Pandemie _Zeiten geöffnete Museum in Frankreich.Nur eine Person kann rein . Alte Fotos vom Dorf am Anfang des XXten Jahrhunderts werden dort ausgestellt .Eine tolle Idee tatsächlich ! https://www.youtube.com/watch?v=LRRx9ejeT7w...
  • Re: Colette Maze , eine 106 Jahre junge Pianistin
    (01.01.70 01:00) Forum : Das ist beeindruckend. Sie muss irgendwann entschieden haben, nicht mehr zu altern. ...
  • Serge Yasmina Reza 2020
    (01.01.70 01:00) Forum : Dieser Ende 2020 veröffentlichte Roman von Yasmina Reza ist ein vielschichtiger Roman, der Familienstrukturen, existenzielle Probleme wie den Tod, politisch-soziale Aspekte und aktuelle Formen der Erinnerungskultur am Beispiel der Gedenkstätte Auschwitz behandelt. Diese Themen werden mit viel Humor und Sarkasmus vor allem am Beispiel einer Familie mit jüdischen Wurzeln behandelt. Die Autorin hat in einem Interview in der Zei-tung „Le Monde” (15.01.2021) ihren Erzählstil in diesem Roman durchaus treffend zusammengefasst: „Le rire de la catastrophe est toujours par-fait.” Lebenswege, persönliche Krisen, Gefühle und die Entwicklung der Beziehungen zwischen den ungleichen Geschwistern Serge, Jean(Erzähler) und Nana stehen dabei im Vordergrund. Der zeitweise als zwielichtiger Unternehmensberater tätige Serge erscheint als zerbrechliche Persönlichkeit, die Disziplin, Routinen und moralische Doppeldeutigkeit schonungslos anprangert und zu Kurzschlussreaktionen und Wutanfällen neigt. Seine weitreichende Distanzierung von der Gesellschaft und von bürgerlichen Wertvorstellungen und das Scheitern seiner Liebesbeziehungen machen aus ihm dennoch einen bedauernswerten Menschen, der nur in seinem beruflich erfolgreichen Bruder Jean und zeitweise in seiner Schwester Nana einen verlässlichen und verständnisvollen Anker findet. Von Carole, der Mutter seiner Tochter Joséphine, lässt er sich scheiden, und die Beziehung zu seiner Freundin Valentina wird schließlich von ihr abgebrochen. Der Erzähler Jean, der einen gemeinsamen Sohn(Luc) mit seiner Exfreundin Marion hat, hat ebenfalls persönliche Probleme, kommt aber damit besser zurecht als sein Bruder, den er in vielem bewundert und dem er nacheifert trotz seiner Kritik an Serge. Die Schwester Nana, die in einem Wutanfall Serge als unfähig zum Glück und als gescheiterte Existenz kritisiert, lebt in einer bürgerlich-konservativ geprägten Familie mit ihrem spanischen Ehemann Ramos und ihren Kindern Victor und Margot. Trotz der Spannungen zwischen den drei Geschwistern bleibt eine positive emotionale Bindung zwischen ihnen bestehen, die sie immer wieder zusammenführt. Auch die anderen Figuren im Kreis dieser Familie sind interessante Persönlichkeiten, die in ihrer Widersprüchlichkeit humorvoll und z. ironisch dargestellt werden. Die Eltern der Geschwister, die an einer schweren Krankheit sterben, erscheinen lange als sich streitende und liebende Bezugspersonen, die eine besondere Bindung zu ihren Kindern haben. Joséphine, die Tochter von Serge, hängt sehr an ihrem Vater, obwohl sie mit ihrer Orientierung an modernen Mustern vergnügungssüchtiger junger Leute und gesellschaftlichen Normen bei ihrem Vater auf Kritik stößt. Der entfernte Verwandte Maurice, dessen Schalk ihn auch als Greis nicht loslässt, lässt sich seinen Lebensmut bis zu seinem Tod als Hundertjähriger nicht nehmen. Im Zentrum der Handlung steht ein Besuch der Gedenkstätte Auschwitz, der auf Drängen von Joséphine und Nana trotz der Bedenken der Brüder Serge und Jean als Pflichtbesuch einer Familie mit jüdischen Wurzeln stattfindet. Dabei stellt die Autorin die diesbezügliche Erinnerungskultur aus der Perspektive der beiden Brüder als eine fragwürdige und weitgehend touristisch geprägte Form der Vergangenheitsbewältigung dar, die den Lauf der Geschichte nicht verändern kann. Zwischen Nana und ihren Brüdern kommt es folgerichtig während dieses Besuchs zu einem Bruch, der erst anlässlich der schweren Erkrankung von Serge schließlich ein Ende findet. Die Geschwister finden wieder zusammen. Insgesamt handelt es sich um einen lesenswerten Roman, der vor allem in psychologischer Hinsicht viele Themen unserer Zeit mit sehr viel Humor aufgreift. Zu bedauern sind lediglich einige Längen des Romans....
  • Re: 2. Februar - Chandeleur
    (01.01.70 01:00) Forum : Gestern ( 2. Februar ) war " chandeleur " . Wie viele Franzosen hab ich crêpes gegessen ! Lecker !Hier , ein kleiner Film aus der Serie " Karampolage " :https://www.youtube.com/watch?v=bqEJ62E2UK0...
  • Im TGV Brest - Paris
    (01.01.70 01:00) Forum : In diesen darf man auch den Spaß nicht vergessen, der Schaffner, äh Zugbegleiter hat da das richtige Händchen wie ich finde, Video, ist "bien sur en francais":https://youtu.be/r-dy2uAuIh4...
  • Statt schlechtem Englisch
    (01.01.70 01:00) Forum : Statt schlechtem Englisch könnte Europa ja auch schlechtes Französisch sprechen oder Spanisch https://www.nzz.ch/meinung/schlechtes-f ... ld.1596302...
  • Re: Vendée Globe 2020/2021
    (01.01.70 01:00) Forum : Bald ist es soweit und in Sables d'Olonne kann die ersten Segel am Horizon sehen, denke der deutsche schlägt sich bislang ja recht achtbar und es gibt etliche Frauen die deutlich weiter sind als es einem Alex Thomson möglich war....
  • Re: Nonnen drehen einen Videoclip
    (01.01.70 01:00) Forum : Haben die Damen Damen vor 5 Jahren schon mal gemacht... https://www.youtube.com/watch?v=FKrz2XxFJ4k...
  • Les choses humaines Karine Thuil Prix Interallié 2019
    (01.01.70 01:00) Forum : Dieser 2-fach preisgekrönte Roman von Karine Thuile(Prix Interallié 2019/Prix Goncourt des lycéens 2019) ist ein spannender und zeitkritischer Roman, der nicht nur im Zeichen des aktuellen Feminismus und der „ Me - too”-Bewegung ein sexuelles Fehlverhalten eines Studenten (Alexandre Farel) und die damit verbundenen juristischen, sozialen und psychologischen Folgen für die Klägerin(Mila Wizman), den Beklagten und die Familie des Beklagten darstellt, sondern problematisiert auch viele andere aktuelle Entwicklungen in unserer Gesellschaft, vor allem die Rolle der Medien (insbesondere der sozialen Medien) und ihr Einfluss auf die öffentliche Meinung , die politische Welt und das Denken und Leben des Individuums. Schicksalsschläge wie Krebserkrankunge, Alzheimer und andere Probleme älterer Menschen, Sterbehilfe, Arbeitslosigkeit, Eheprobleme und Scheidung , Erziehungsfragen, Rassismus, islamistische Aktivitäten und Mobbing werden oft ausführlich und multiperspektivisch erfasst. Männliche und weibliche Perspektiven werden hinterfragt, wobei auch existenzielle Fragen wie die Frage nach dem menschlichen Glück und die Frage nach der Dauerhaftigkeit von Liebesbeziehungen und dem Sinn des Lebens immer wieder und z. T. mit Bezügen auf Zitate aus der Welt der Literatur (Georges Bataille), Musik(Charles Aznavour) und Philosophie(Friedrich Nietzsche) angesprochen werden. Die handelnden Personen schwanken in ihrem Denken und in ihren Gefühlen, sodass auch scheinbar zu verurteilende Charaktere wie der alternde egoistische Starjournalist Jean Farel , der als Vater des der Vergewaltigung angeklagten Studenten z. T. versagt hat, durchaus auch moralisch positives Verhalten zeigen. So ist es Jean Farel, der sich trotz seiner eindeutigen menschlichen Unzulänglichkeiten oft in rührender Weise um seine langjährige Geliebte Françoise Merle kümmert, als diese an Alzheimer erkrankt und ihren Beruf als Journalistin nicht mehr ausüben kann. Es wird auch deutlich, dass Jean Farel unter seiner problematischen Kindheit (Ermordung der als Prostituierte arbeitenden Mutter durch den alkoholisierten kriminellen Vater) leidet und in seinem beruflichen Erfolg eine Kompensation zu diesem schwierigen Start ins Leben sieht. Auch die Mutter(Cécile Farel) des angeklagten Studenten ist geprägt durch eine problematische Kindheit, durch ihr Engagement für die feministische Bewegung sowie innere Widersprüche auf der Suche nach dem familiären und beruflichen Glück als Journalistin. Als sie sich schließlich von dem wesentlich älteren Jean Farel trennt und versucht, ihre außereheliche Beziehung zu dem unglücklich verheirateten jüdischen Lehrer Adam Wizman zu festigen, wird auch diesem Glückszustand durch den Prozess gegen ihren Sohn Alexandre ein brutales Ende gesetzt, weil Alexandre vorgeworfen wird, die Tochter von Adam Wizman(Mila Wizman) vergewaltigt zu haben. Alexandre, gedrängt von anderen Studenten,hatte im Rahmen eines moralisch unzulässigen Studentenstreichs (Bizutage) einen sexuellen Kontakt zu Mila, die er eigentlich eher als mögliche Partnerin ablehnte. Vor dem Prozess, während des Prozesses und nach dem Urteil (5 Jahre Gefängnis/ Bewährungsstrafe) stehen die Aussagen von Mila und ihrer Unterstützer im Gegensatz zu der Version Alexandres und dem ihm freundlich gesinnten Umfeld. Dabei wird sehr deutlich, dass es 2 verschiedene Versionen dieses sexuellen Übergriffs geben kann. Nicht nur Mila erscheint als bedauerns-wertes Opfer, sondern auch der bisher sehr erfolgreiche Student Alexandre, dessen berufliche Existenz vernichtet wird und der sich einer allgemeinen gesellschaftlichen Verachtung ausgesetzt sieht. Alexandre erkennt erst lange nach dem sexuellen Übergriff, wenigstens ansatzweise, das Leid des Opfers Mila, das im Rahmen ihrer Persönlichkeit und ihres religiösen Umfelds in ergreifender Weise geschildert wird. Die Problematik des sexuellen Kontakts in beiderseitigem Einvernehmen(Version Alexandres) trennt die Welt Milas(kein Widerstand vor allem aus Angst vor einem vermeintlich vorhandenen Messer Alexandres) von der anderen Welt des sexuell freizügigeren Alexandre, dessen Persönlichkeit (wie auch die Milas) während des Prozesses in einer z. T. fragwürdigen und vom Druck der Medien bestimmten Form analysiert wird. Thematisiert wird auch eine unglückliche Liebes-beziehung Alexandres zu einer wesentlich älteren Karrierefrau(Yasmina Vasseur), die mit Hilfe von Jean Farel und ohne Wissen Alexandres eine nicht legale Abtreibung vorgenommen hat und sich von Alexandre trennte, um ihre Karriere nicht zu gefährden. Im Prozess sagt sie aus, dass sie angesichts des Drängens Alexandres, die Beziehung fortzusetzen, eine völlig unberechtigte Klage wegen sexueller Belästigung eingereicht habe. Sie schildert den in sie verliebten Alexandre, der lange unter dieser Beendigung seiner Beziehung zu ihr litt, als sensiblen Studenten. Sowohl Cécile Farel als auch ihr Ex-Ehemann Jean Farel, der nach seiner von Cécile eingereichten Scheidung mit einer wesentlich jüngeren Frau (Quitterel Valois) verheiratet ist und mit ihr eine gemeinsame Tochter hat, unterstützen ihren Sohn während des Prozesses, obwohl die überzeugte Feministin Cécile an der Unschuld ihres Sohns zweifelt. Alexandre erscheint als von seinen Eltern lange Zeit vernachlässigter Sohn , der nicht nur in seiner Kindheit viele psychologische Probleme hatte. Das ihm von seinen Eltern aufgedrängte Streben nach Perfektion in Schule und Universität, Ein-samkeit, ein Selbstmordversuch und andere existenzielle Fragen prägten das Leben Alexandres vor dem sexuellen Übergriff. Sowohl Cécile als auch Jean Farel erscheinen auch als karriereorientierte Vertreter einer bürgerlichen Elite, die die Fassade des Glücks und Erfolgs trotz ihrer inneren Zerrissenheit gegenüber der Außenwelt aufrecht erhalten will, wobei der von dem stolzen Vater Jean Farel ausgehende Leistungsdruck von ihm immer wieder auch als Kompensation für seine eigene unglückliche Kindheit zu verstehen ist. Die innere Zerrissenheit des Starjournalisten, der nicht nur persönlich, sondern auch beruflich (vorübergehende Entlassung) unter dem Prozess leidet, obwohl er nach einer von ihm gesteuerten Intrige seine Wiedereinstellung erreicht , wird auch an seinem gescheiterten Selbstmordversuch deutlich. Als er sich angesichts seiner todkranken Ex-Geliebten Françoise aus Verzweiflung töten will, erhält er eine Nachricht von seiner jungen Frau Quitterie, die ihm deutlich macht, dass seine Familie und Alexandre ihn brauchen. Trotz seines fehlenden Universitätsabschlusses gründet der Polytechniker Alexandre nach dem Urteil in den USA ein sehr erfolgreiches Start-up-Unternehmen, das virtuelle Kontakte zwischen Männern und Frauen vermittelt, die sich vertraglich bestimmte Verhaltensweisen auch im sexuellen Bereich zusichern. Der erfolgreiche Geschäftsmann Alexandre hat seine innere Zerrissenheit nicht überwunden. Insgesamt gesehen ist dieser Roman eine deutliche Kritik am Missbrauch moderner Medien und lässt eine z. T. pessimistische Perspektive auf die menschliche Existenz erkennen. Geburt und Tod erscheinen im von Cécile geprägten Schlussteil als Lebensetappen, zwischen denen Zufälle, meist nicht dauerhafte Liebesbeziehungen und andere Schicksalsschläge das Leben bestimmen und damit das brüchige menschliche Glück, wobei die menschliche Sexualität oft das Leben dominiert. Dennoch ist der Roman lesenswert, weil er in einer multiperspektivischen Form zum Nachdenken über Probleme und Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft anregt. Die deutliche Kritik an der „Me-too”-Bewegung ist ebenfalls hervorzuheben....
  • Cap Canaille Christophe Gavat Prix quai des Orfèvres 21
    (01.01.70 01:00) Forum : Der Autor dieses Kriminalromans kennt als Karriere-Polizist offenbar wesentliche psychologische und strukturelle Aspekte des französischen Polizeiapparats. Auch wenn es sich nicht unbedingt um eine literarische Meisterleistung handelt, ist es Christophe Gavat als seit 2018 voll rehabilitiertes zeitweiliges Opfer eines Justizirrtums(Drogengeschäfte) gelungen, einen Gangsterkrieg zwischen Kriminellen aus Paris und Marseille spannend darzustellen. Beeindruckend ist das Bemühen des Autors um eine differenzierte Analyse der Schwächen, Stärken und Gefühle von Polizisten und Kriminellen, die in ihren Lebenskrisen, Selbstzweifeln und psychologischen Entwicklungen charakterisiert werden. Der Polizeiapparat erscheint als eine familienähnliche Struktur, die durch Solidarität, Rivalitäten, Selbstüberschätzung, Fehler und Mitleid geprägt ist. Auch Kriminelle werden z. T. als mitfühlende und verletzliche Menschen dargestellt. Im Zentrum der Handlung steht der nach dem frühen Tod seines Sohns (Octave) durch Existenzkrisen belastete Polizeikommandant Henri Saint-Donat, der außer seiner langjährigen Erfahrung und Kompetenz ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen für seine Kollegen und für Kriminelle hat. Der in Marseille tätige Polizeikommandant engagiert sich auch für lebensbedrohlich erkrankte Kinder, womit er das seinem Sohn gegebene diesbezügliche Versprechen hält. Saint-Donat kennt die Lebensgeschichte der intelligenten , aber z. T. auch einfühlsamen Gangsterkönigin Nathalie Fournier, die Opfer eines brutalen Mordanschlags wird. Er hat der einstmals schwangeren Kriminellen bei einem gescheiterten Einbruch durch sein rechtzeitiges Eingreifen das Leben gerettet und dafür gesorgt, dass sie mit einer milden Strafe davonkam. Saint-Donat, der sie in ihrer kriminellen Karriere zwar verurteilt, empfindet Mitleid für Nathalie Fournier, die um ihre Freundin trauert, die beim Einbruchversuch ums Leben gekommen ist. Das wechselseitige Verständnis zwischen einem Polizisten und einer Kriminellen spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, dass sie ihren Sohn nach dem verstorbenen Sohn Saint-Donats Octave nennt und dass Saint-Donat sich nach ihrem Tod um ihren Sohn kümmert. Lucie Clert, die dynamische und manchmal zu impulsiv handelnde Kollegin Saint-Donats,die sich um ihren an Demenz erkrankten Vater sorgt, ihr in sie verliebter bedächtig handelnder Kollege Basile Urteguy, der als verständnisvoller Chef dieser Polizisten erscheinende Francis Larrivée und einige andere trotz ihrer persönlichen Probleme korrekt agierende Polizisten vervollständigen das Bild eines eher menschlichen Polizeiapparats mit Schwächen. Gemeinsam gelingt es schließlich den engagierten Polzisten, einen zweifachen Mord im Gangstermilieu aufzuklären. Auf der kriminellen Seite hervorzuheben ist Daniel Rabutin, der Chef der Bande ehemaliger Legionäre mit fragwürdigem Ehrenkodex, die den Mord an der Gangsterkönigin rächen will. Seine Gegenspieler sind die aus einer sozial problematischen Cité Marseilles stammenden 3 Brüder Yacine, Bilal und Khaled Hosni. Es fällt auf, dass auch kriminelle Opfer in ihrem Leid und ihren Gefühlen zumindest ansatzweise erfasst werden. Ein besonders interessanter Aspekt dieses Romans ist sicherlich die anschauliche Schilderung der klimatischen und geographischen Lebensbedingun-gen sowie der Mentalität der Bewohner der Stadt Marseille. Der Autor lässt auch erkennen, dass er Humor hat. Bedauerlich ist, dass Christophe Gavat auf das aktuelle heiß diskutierte Thema der „Polizeigewalt” kaum eingeht, obwohl er selbst Opfer fragwür-diger Methoden der Polizei anlässlich seiner unrechtmäßigen Verhaftung gewesen ist. Das weitgehend positive Bild der Polizei, das er dem Leser präsentiert, ist sicherlich sehr subjektiv, gibt aber dennoch einen diskussionswürdigen Einblick in das Selbstverständnis mancher französischer Polizisten. Es wäre zu einfach, diese Perspektive des Autors nur als Verklärung der Wirklichkeit heutiger Polizeiarbeit abzutun....
  • Re: Claude Brasseur ist tot
    (01.01.70 01:00) Forum : Eine Kultsequenz aus dem Kultfilm : " Un éléphant , ça trompe énormément " ( unübersetzbares Wortspiel )Il est où ,René ? https://www.youtube.com/watch?v=B4WJk2G9g38&list=PLkRlsskrlrXE3C804jmP4ZpnMCifAF6iZ&index=2...
  • Re: Jérôme Fourquet - L'archipel Français
    (01.01.70 01:00) Forum : Mislep für die Einführung ins Buch, sowas interessiert mich immer sehr und als Leser von man muss Frankreich Lieben um es zu verstehen(da geht es um den Wahlkampf von Macron), ist das natürlich ein Buch, das ich haben muss....
  • Re: Miss France 2020 Skandal
    (01.01.70 01:00) Forum : Überall merkt man immer deutlicher, wie die sozialen Netwerke ausser Kontrolle geraten. In Frankreich hat das zu einem schrecklichen Verbrechen geführt (Samuel Paty) und die antisemitischen Angriffe gegen miss france sind leider "nur" ein weiteres Beispiel. Wenn das Gesetz nichts tun kann, vielleicht kommt es von allein zu einen grösseren Bewusstsein der Users.... ?...
  • L'anomalie Hervé Le Tellier Prix Goncourt 2020
    (01.01.70 01:00) Forum : Mit Bezug auf einen Notfall während eines Flugs von Paris nach New York im Juni 2021 behandelt der Autor zwischenmenschliche Probleme sowie grundsätzliche Existenzprobleme. Während vor allem das erste Kapitel den Eindruck vermittelt, es könnte sich um einen Kriminalroman bzw. Thriller handeln, wird dann aber doch deutlich, dass dieser Roman durch Science Fiction(Star Trek), aber auch viele philosophische, religiöse und psychologische Fragen sowie romantische Elemente bzw. Liebesgeschichten geprägt ist. Häufige Zitate(Nietzsche, Descartes, Camus ) und zum Nachdenken anregende prägnante Werturteile der Protagonisten und des Autors sind ein weiteres wesentliches Merkmal dieses ungewöhnlichen Romans, der auch eine deutliche Kritik an der Literaturbranche darstellt. Im Mittelpunkt der Rahmenhandlung stehen die Passagiere des Flugs von Paris nach New York, von denen eine Auswahl in ihrer Entwicklung genauer dargestellt werden: der Berufskiller Blake mit seinem bürgerlichen Doppelleben, der homosexuelle nigerianische Popstar Slimboy, der unter seiner Erfolglosigkeit und Einsamkeit leidende Schriftsteller Victor Miesel , der Architekt André Vannier, der herausgefordert wird durch seine persönlichen Schwächen und ein komplexes Liebesverhältnis mit der in der Filmbranche arbeitenden Lucie Bogaert, der kranke Pilot David Markle, die mit einem persönlichkeitsgestörten US-Soldaten (Clark) verheiratete Avril Kleffman und ihre Tochter Sophia sowie die Staranwältin Joanna und die junge Adriana. Die Wissenschaftler Adrian Miller und Meredith Harper, Vertreter von FBI und NSA,Vertreter der Religionsgemeinschaften und religiöse Fanatiker(Jacob) sowie führende Politiker(der US-Präsident, der französische Präsident Macron, der chinesische Regierungschef ), Starjournalisten(Stephen Colbert mit seiner fragwürdigen Fernsehshow) und etliche weitere Personen(z. B. Anne, die heimliche Liebe Victor Miesels) bestimmen weitere wesentliche Etappen der Handlung. Der wichtigste Science Fiction-Kniff des Romans besteht in der Tatsache, dass es 2 Kopien eines Flugs vom März 2021(inklusive Passagiere) gibt. Der US-Präsident beendet schließlich die damit verbundenen allgemeinen Verwirrungen und Chancen durch eine verheerende Entscheidung. Der Roman, der auch trockenen Humor und Ironie erkennen lässt, ist lesenswert, vor allem wegen seiner intensiven philosophisch-psychologischen Prägung sowie der letzlich positiven Darstellung erfolglos erscheinender Liebesbeziehungen (Victor Miesel und Anne), hinterlässt bei mir allerdings auch zwiespältige Eindrücke. Die Fülle der erfassten Personen ist verwirrend, der Schluss erscheint etwas klischeebehaftet und wenig phantasievoll. Dass ausgerechnet der Berufskiller Blake lange Zeit unbehelligt sein Unwesen treiben kann, erscheint schwer vereinbar mit dem deutlichen philosophisch-moralischen Anspruch des Romans....
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